Mehr als 400 km Strecke, gigantische Kohlegruben und weiße Windräder, wilde Rheinauen und zugebautes Ruhrgebiet... und das alles zu Fuß.
Demian und Matthias laufen vom 21. Juni bis 12. Juli den “Lauf der Kontraste”, quer durch NRW. Mit wenig Geld, Rucksack und Zelt brechen sie auf, um die Kontraste in NRW zu erleben.

Sie starten in Garzweiler, das für den Braunkohletagebau abgebaggert wurde und nur noch aus einem großen Staubloch, Geisterstädten und einer letzten verschonten grünen Insel, der BUND-Obstwiese, besteht. Enden wird die Tour nach drei Wochen im größten Windpark NRWs, auf der Paderborner Hochfläche bei Meerhof.
Blasen an den Füßen? Unglaubliche Bekanntschaften? Der idyllischste Fleck NRWs? Wilde Tiere?
Welche Erlebnisse jemanden erwarten, der das abwechslungsreichste Bundesland durchwandert könnt ihr im "Lauf der Kontraste"-Tagebuch von Demian und Matthias nachlesen.
>> Hier geht es zum Lauf-TagebuchDas sind die Läufer:
Demian: "Hallo! Ich bin Demian, 19 Jahre alt und befinde mich gerade am Ende meiner Schulkarriere. Entweder werde ich jetzt ein Kunststudium antreten oder, falls ich den Studienplatz nicht bekomme, mich auf die Reise nach Indien und Namibia begeben.
Ich interessiere mich sehr für das Thema "Reisen ohne Geld". Ohne einen Cent in der Tasche bin ich drei Wochen nach Schweden gereist. So kam auch der Kontakt zur BUNDjugend NRW zustande: Ich wurde zu dem BUNDjugend-Seminar "Ohne Geld durch die Welt" in Münster eingeladen um von meinen Erfahrungen zu erzählen.
Der Lauf der Kontraste ist wieder ein Projekt, in dem ich mir neue Wege und Möglichkeiten erschließen kann einfacher, anders und nur mit dem Nötigsten zu reisen. Beim Lauf der Kontraste finde ich toll, dass ich andere auf etwas aufmerksam mache: Und zwar auf die Kontraste! Auf Unstimmigkeiten, Ungerechtigkeit, Zerstörung und Geschmacklosigkeit auf der einen Seite und Harmonie, Schönheit, natürliche Vollkommenheit und Einfachheit auf der anderen Seite.
Ich will, dass die Leute bewusst leben, nachdenken und sich nicht blind dem "Mainstream" anschließen. Ich hoffe, dass es mir gelingt durch Aktionen auf Probleme aufmerksam zu machen."
Matthias:"Hallo! Mein Name ist Matthias, ich bin 20 Jahre alt. Mein Interesse gilt der Umwelt und globalen Entwicklungsproblemen. Daher habe ich mich für einen Studiengang mit Umweltbezug entschieden. Vor einem Jahr bin ich in meiner Heimatstadt Waltrop der BUND Ortsgruppe beigetreten und wollte mich, als jüngstes Mitglied, gerne engagieren. Also gründete ich eine Kindergruppe. Ein Freund von mir hilft mir bei der Planung von Aktionen, wie z.B. einer Übernachtung mit Fledermausbeobachtung, die wir in den Sommerferien anbieten. Im Zusammenhang mit der Gruppengründung habe ich das erste Mal mit der BUNDjugend NRW Kontakt aufgenommen.
Im bevölkerungsreichsten Land NRW gibt es große Kontraste: angefangen bei A wie Auto: ein Manager, der mit seinem CO2 speienden Geländewagen mit 200 km/h zum Flughafen Düsseldorf heizt bis hin zu Z ,wie der Zeitungsbote auf dem Land, der täglich 10 Stunden von Hof zu Hof mit dem Fahrrad fährt. Doch die Kontraste selbst zu erfahren und sie mehr als nur aufzulisten, soll mein Ziel in den nächsten drei Wochen sein.
Was ich erwarte ist, dass sich einige Menschen aus NRW, durch unsere Aktionen wachgerüttelt, intensiver mit den Problemen in ihrer Umgebung befassen und durch ihr umweltbewusstes Verhalten langfristigen Druck auf große Konzerne und Politiker ausüben."
Das ist die Route:
(Bitte anklicken für größere Ansicht!)
