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"Land der Kontraste - NRW"
ist ein Projekt der



"Land der Kontraste - NRW" wurde in 2006 und 2007 gefördert von der:
Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

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Kreativ-Wettbewerb “Land der Kontraste – NRW”: Die PreisträgerInnen 2006 Drucken
Aus den 120 spannenden, kontrastreichen, kreativen und bewegenden Beiträgen hat die Jury insgesamt acht PreisträgerInnen ausgewählt. Da die Anzahl der Abgaben in den einzelnen Sparten sehr unterschiedlich ist, gibt es nicht in jeder Sparte einen Hauptpreis, dafür aber jeweils zwei dritte, zweite und erste Preise sowie zwei Sonderpreise.

Bewertet wurden die Kreativität der Arbeit, die handwerkliche Umsetzung sowie der Bezug zu NRW und die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem gewählten Kontrast. Pluspunkte gab es, wenn die Bedeutung des Kontrastes für eine zukunftsfähige Entwicklung NRWs deutlich wurde.


1. Platz: Sparte Foto

1. Platz
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Wo fängt Naturschutz an? Genau hier!
Marcel Severith (20 Jahre), Mülheim

Das schreibt Marcel zu seinem Foto:
Naturschutz ist gut und schön, doch solange er sich auf kleine Gebiete beschränkt und ausserhalb der Raubbau weiter geht, hat er wenig Substanz. Naturschutz muss uns alle angehen und uns überall umgeben, "kleine Oasen der Glückseligkeit" reichen nicht aus um das zu schützen, was für uns überlebenswichtig ist.

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Bei dem Bild ist sowohl die Perspektive als auch die Bildkomposition gut gewählt. Auch der landschaftliche und umweltpolitische Kontrast, der sowohl in Text als auch Bild aufgegriffen wurde, regt zum Nachdenken an: Machen wenige, kleine Naturschutzgebiete wirklich Sinn, wenn die Natur außerhalb dieser Bereiche weiter so rücksichtslos behandelt wird?

NRW hat insgesamt 2574 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 219.851 ha. Insgesamt entspricht das einem Anteil von ca. 6,5 Prozent an der gesamten Landesfläche. Zum Vergleich: Der Anteil an Straßen, Siedlungen und Industriegebieten an der Gesamtfläche liegt in NRW bei ca. 20,5 Prozent...Und solange der weiter zunehmende Indivudualverkehr den Bau neuer Straßen fordert und die Ausweisung neuer Baugebiete für das Häuschen im Grünen boomt, wird diese Zahl auch weiterhin wesentlich schneller steigen als die Anzahl und Größe der neu ausgewiesenen Naturschutzgebiete.



1. Platz: Sparte Foto


1. Platz
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Niki und Jonathan
Svenja Paulsen (18 Jahre), Solingen

Das schreibt Svenja zu ihrem Foto (Auszug):
In NRW gibt es immer mehr so genannte „Menschen mit Migrationshintergrund“. Dadurch entstehen viele Probleme, wie zum Beispiel höhere Arbeitslosigkeit oder Kriminalität. Dennoch bieten sich durch den Wandel der Gesellschaft auch Chancen und völlig neue Perspektiven, die frühere Generationen nicht hatten. Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, an einem besseren Verständnis und intensiverer Zusammenarbeit der verschieden Kulturen untereinander zu arbeiten. Durch die Globalisierung sind wir alle zu Weltbürgern geworden. Wir sind darauf angewiesen, offen und tolerant zu sein.

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Der Wettbewerbsbeitrag bezieht sich auf ein für NRW typisches Thema: In Nordrhein-Westfalen wohnt mehr als ein Viertel aller in Deutschland lebenden Migranten. Svenja bezieht in ihrem Begleittext zum Foto Stellung und macht klar, weshalb Toleranz und Miteinander für eine gemeinsame Zukunft in NRW so wichtig sind. An Authenzität gewinnt der Beitrag durch die persönliche Sichtweise der Fotografin auf einen fremdenfeindlichen Übergriff in Solingen vor 13 Jahren, bei dem eine türkische Familie Opfer eines Brandanschlags wurde.


2. Platz: Sparte Foto


 
> vergrößerte Ansicht
KONTRAST
Tim Heublein (20 Jahre), Herbern

Das schreibt Tim zu seinem Foto (Auszug):
Energiegewinung und Naturschutz standen sich lange Zeit als unüberwindbarer Kontrast
gegenüber. Inzwischen gibt es zumindest umweltfreundliche Methoden Strom zu gewinnen. Mit gutem Beispiel geht hier das Gerstein Kraftwerk in Stockum voran: Es gehört zu den saubersten Kraftwerken Europas, wird sowohl mit Kohle als auch mit Erdgas betrieben und das Beste: Die umliegende Fläche welche bei Kraftwerken oftmals ungenutztes Sperrgebiet bleibt ist ein Naturschutzgebiet mit Feuchtwiesen und Teichen. Auf den ersten Blick also ein Kontrast, auf den zweiten eine Symbiose.

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Tims Foto hat einen guten Bildaufbau. Er hat sich mit dem gewählten Kontrast zwischen Naturschutzgebiet und Kraftwerk inhaltlich auseinandergesetzt und dargestellt, warum der Kontrast nicht so offensichtlich ist, wie er auf den ersten Blick scheint.

Das Gerstein Kraftwerk in Gerstein ist bis jetzt das effizienteste Kraftwerk Europas. Es wird also weniger
Kohle und Gas verbraucht um die gleiche Menge an Energie zu erzeugen wie z.B. bei alten Kraftwerken oder Braunkohlekraftwerken. Das heißt auch, dass wesentlich weniger Kohlendioxid freigesetzt wird.
Allerdings ist der Ausstoß an klimaschädigenden CO2 immer noch wesentlich höher als bei regenerativen Energien, die ohne Produktion dieses Gases Energie liefern.
Stromgewinnung wie im Gerstein-Kraftwerk ist also ein richtiger Schritt in die Richtung “Zukuftsfähige Energieerzeugung”. Auf lange Sicht ist aber nur durch die Nutzung von erneuerbaren Energien und einen sparsameren Umgang mit Strom und fossilen Brennstoffen die Energiewende möglich.


2. Platz: Sparte Comic

 
> 4. Seite des Comics downloaden! (komplettes Comic bald als PDF verfügbar!
Hier will ich bleiben, hier will ich studieren
Katharina Grzegorek (20 Jahre), Essen
(Seite 4 von 14)

Das schreibt Katharina zu ihrem Comic (Auszug):
Einerseits hat jeder von uns das Recht auf Bildung, das Recht zu lernen und seine Persönlichkeit zu entwickeln. Andererseits wird dies erschwert, nicht nur durch die u.a. in NRW eingeführten Studiengebühren. Auch Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen aus sozial schwächeren Familien haben es schwer Zugang zu guter Bildung zu finden.

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Katharina hat in ihrem 14-seitigen Comic kreativ und überzeugend die Geschichte einer jungen Frau im Ruhrgebiet dargestellt. Sie thematisiert die Probleme von MigrantInnen in NRW, beschäftigt sich aber auch mit den Bildungschancen junger Menschen in NRW. An dem Comic beeindruckt, wie kämpferisch und optimistisch sich die Protagonistin für ihre Zukunft einsetzt und trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgibt.


3. Platz: Sparte Musik


> Song Downloaden
(3,7 MB, MP3-Datei)

K-O-N-T-R-A-S-T-E
Leonie Viola Thöne (16 Jahre), Moers

Das schreibt Leonie zu ihrem Stück (Auszug):
“Ich erlebe Kontraste jeden Tag in der Schule, am Wochenende in der Stadt, durch Verwandte und Freunde, die über die Stadt verstreut sind, durch meine Pressearbeit und einfach überall. An so manchem Kontrast geht man vorbei und übersieht ihn, nimmt ihn einfach so hin, denn wer ist schon so idealistisch und will die ganze Welt verbessern? Doch viele dieser Kontraste berühren mich in meinem persönlichen Leben oder Freunde von mir, machen mich ärgerlich, enttäuschen mich oder lassen mich fassungslos
den Kopf schütteln.

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Leonie hat sich in ihrem Beitrag inhaltlich sehr überzeugend mit vielen verschiedenen Kontrasten in NRW auseinandersesetzt. Beeindruckt hat die Jury auch der eigene Stil und der experimentelle Charakter des Musikstücks.


3. Platz: Sparte Film

> Video downloaden
(3,2 MB, WMV-Datei)

A1 – Rückkehr zur Stille
Videogruppe SUPA 8 – Acht Jugendliche aus Remscheid

Deshalb hat die Jury den Beitrag ausgewählt:
Der Beitrag der Gruppe setzt sich mit der A1 auseinander. Er beleuchtet den Aspekt “Lärm”, den der Verkehr auf Straßen und Autobahnen mit sich bringt. Der Film bewegt und regt zum Nachdenken an. Wann haben wir das letzte Mal bewußt einen Vogel zwitschern hören? Und wie oft sind wir im Gegensatz dazu umgeben von Autolärm?



Mediziner halten Straßenlärm für die zweithäufigste Ursache von Herzinfarkten. Mehr als 2000 Tote durch Lärm pro Jahr in Deutschland sind laut Bundesamt das traurige Resultat. Dazu kommen ca. 14 000 Familien jährlich, die sich eine neue Wohnung suchen müssen, weil sie es vor Lärm nicht mehr aushalten...


Sonderpreise:


1. Sonderpreis: Sparte Theater
Ein Sonderpreis geht an Kama Frankl (20 Jahre) aus Recklinghausen. Sie hat an ihrer Schule eine Tanz- Theaterstück zum Thema Atompolitik gekonnt inszeniert und sehr gut besetzt. Obwohl der Bezug zu NRW bei diesem Stück nicht deutlich wird, war die Jury beeindruckt von der Leistung Kamas, 10 Jugendliche zu motivieren, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und bei dem Theaterstück hervorragende Leistungen zu erbringen.

2. Sonderpreis:
Niko Esst (23 Jahre) aus Dortmund und Mirco Blondin (17 Jahre) aus Duisburg erhalten ebenfalls einen Sonderpreis. Beide haben sich in der Sparte “Foto” mit zahlreichen Beiträgen beworben. Auch wenn keiner dieser Beiträge als Einzelbeitrag einen Preis gewinnen konnte, war die Jury beeindruckt von dem Engagement der beiden bei dem Wettbewerb. Sie haben in der Community der Kontraste-Homepage Diskussionen angestoßen, Fragen zu den Kontrasten in NRW aufgeworfen und ordentlich mitgemischt.

Dankeschön!
Ein kräftiges DANKE geht an alle TeilnehmerInnen des Wettbewerbs “Land der Kontraste – NRW”, für die vielen beeindruckenden Einsendungen! Wir möchten alle, die sich schon am Wettbewerb beteiligt haben aber auch alle NeueinsteigerInnen einladen an der zweiten Runde des Wettbewerbs teil zu nehmen. Einsendeschluss ist der 23. September 2007.

Bis dann,
euer Kontraste-Projektteam


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